Optik am Volkspark in Mainz

Sehhilfen

Wenn die Brille nicht mehr ausreicht!

Der Mensch nimmt etwa 70% aller Reize mit den Augen wahr, aber was passiert, wenn diese aufgrund einer Erkrankung nicht mehr wie gewohnt funktionieren? Damit ist nicht das Nachlasssen der Sehschärfe beim Lesen mit etwa Mitte 40 gemeint, sondern wenn ein Teil des Auges durch eine krankhafte Veränderung das Sehen einschränkt.

Für diese Menschen stehen so genannte vergrößernde Sehhilfen zur Verfügung, um die Aufgaben des Alltags oder am Arbeitsplatz wieder bewältigen zu können. Nicht jede Augenerkrankung verläuft gleich, daher ist es wichtig mit einem Fachmann, also einem Augenoptiker oder einer Augenarztpraxis, die sich auf dieses Thema spezialisiert hat, genau herauszufinden und auszuprobieren welches Hilfsmittel am besten nützt. Mögliche Arten der Versorgung sind angefangen von der klassischen Lesebrille, die aber deutlich stärker ist als die bisher getragene, über Aufsatzlupen, die auf die Brille aufgesetzt werden, bis zu Fernrohrsystemen mit verschiedenen Vergrößerungen, die entweder für die Ferne oder die Nähe genutzt werden.

Ebenso gibt es spezielle Filtergläser, so genannte Kantenfilter, die eine Kontrastverstärkung erzeugen und somit das Lesen erleichtern oder auch im täglichen Gebrauch dem Auge ein angenehmes Licht bieten. Natürlich stehen auch verschiedenartige Lupen mit unterschiedlichen Vergrößerungen mit und ohne Beleuchtung zur Verfügung.

Ist die Sehleistung so niedrig, dass die optischen Hilfsmittel nicht mehr ausreichen, stehen auch noch so genannte elektronische Systeme zur Verfügung. Hier reicht die Produktpalette von der Videolupe über verschiedene Bildschirmlesegeräte bis hin zu Vorlesegeräten, die über elektronische Texterkennung die gewünschten Schriftstücke wiedergeben.

Lupe
Lupen
Aufsatzlupe
Aufsatzlupen
Kantenfilter
Kantenfilter
Kantenfilter
Fernrohrsystem
Aufsatzlupen
TV-Screen
Bildschirmlesegerät

In Deutschland gelten Menschen mit einer Sehleistung von weniger als 30% als sehbehindert. Wenn man allerdings überlegt, dass zum lesen der Tageszeitung eine Sehleistung von 50% notwendig ist, so kann man abschätzen, dass die Lebensqualität bereits bei einer Sehleistung von 40% deutlich vermindert ist.

Die bekanntesten Augenerkrankungen die das Augenlicht stark beeinträchtigen und bis zu Blindheit führen können sind die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD), das Glaucom ( grüner Star ), die diabetische Retinopathie ( ausgelöst durch Diabetes Melitus) und die Retinitis Pigmentosa.

Daher gilt, ab dem 40. Lebensjahr sollte jeder Mensch alle 2 Jahre die Augen von einem Augenarzt untersuchen lassen, ab dem 60. Lebensjahr sogar jährlich. Denn wird eine Erkrankung frühzeitig erkannt, so kann man sie besser behandeln und aufhalten, damit es erst gar nicht zur Erblindung kommt. In Deutschland gibt es mehrere Augenzentren, so auch in der Mainzer Uniklinik, die mit moderner High-Tech- Diagnostik diese Erkrankungen im Anfangsstadium erkennen können und somit eine gute Behandlungsmöglichkeit darstellen.

Daher gilt, Vorsorge kann Blindheit vermeiden.

Hilfe, weitere Hilfsmittel für den Alltag und die Möglichkeit sich mit anderen auszutauschen, finden Betroffene beim Blinden- und Sehbehindertenverein in der Unteren Zahlbacher Str. 68 in Mainz.

Blinden- und Sehbehindertenverein Rheinhessen e. V.